Die Idee zu diesem Thema kam mir, als ich aus meinem Fenster auf das gegenüberliegende Architekturbüro schaute. Im Zentrum dieses Büros steht ein großer Tisch, an dem etwa zehn verschiedene Stühle namhafter Designer stehen. Ich fragte mich, wie es wohl in anderen Agenturbüros aussehen mag und vor allem, wie die Menschen aus dieser Branche wohl so drauf sind. Daraus entwickelte sich anfangs folgende Fragestellung, die im Laufe des Projekts noch erweitert wurde:

„Wie sehen die typischen Damen und Herren in den kreativen Berufen aus? Welche Musik hören sie und wie kleiden sie sich? Welche Autos parken vor den Agenturen und auf welchen Stühlen sitzen sie? Wofür geben sie ihr hart verdientes Geld aus und wie gestalten sie ihre Freizeit? Haben Sie Vorbilder und wenn ja, welche? Was unterscheidet den typischen Grafiker vom Kontakter oder dem Geschäftsführer? Was ist in Hamburg anders als in Köln, Berlin oder Frankfurt?“

Um auf diese Fragen Antworten zu bekommen, wurde eine Onlineumfrage erstellt, die für quantitative Ergebisse sorgte. Dieser Fragebogen beinhaltete eher oberflächliche und konsumorientierte Fragen. Parallel dazu habe ich etwa 50 Agenturen aus Köln, Düsseldorf, dem Rhein-Main-Gebiet, Hamburg und Berlin angeschrieben, um bei einem persönlichen Treffen ein besseres Bild über die Menschen, die dort arbeiten und über das Unternehmen gewinnen zu können. Die Antworten, die sich aus diesen Gesprächen ergeben haben, dienten dem qualitativen Teil dieser Studie. Um einen persönlicheren Eindruck als bei der Onlinebefragung zu bekommen, wurde der Fragenkatalog wie folgt erweitert:

„Was ist ihnen wichtig, was interessiert sie, wie wirkt sich der Job auf das Privatleben aus? Welche Träume, Wünsche und Ziele haben sie? Wie werden sie von der Stadt, in der sie leben und arbeiten inspiriert? Finden sie die Werbebranche überhaupt so cool, wie es Aussenstehende tun? Was sind die Vor- und Nachteile, wenn man einen kreativen Beruf ausübt und ist dies ein Traumberuf?“

Für die Ergebnisse dieses Projekts sorgten 330 ausgefüllte Online-Fragebögen, 15 besuchte Agenturen, 50 Interview-Partner und 40 zum Teil sehr kreativ ausgefüllte persönliche Fragebögen in Papierform. Dazu kamen noch ca. 300 Fotos aus den Agenturen und Büros.


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